Hallo liebe Craftys,
was ist der Unterschied zwischen Acryl, Gouache und Aquarell?
Heute erkläre ich dir, was Aquarell ist und welche Produkte ich empfehlen würde. Im zweiten Teil geht es dann um Acryl und im dritten um Gouache.
Ansonsten wird der Beitrag zu lang und zu unübersichtlich.
Ich bin damals über die Acrylmalerei zu Aquarell gekommen. Mein erstes Bild gleicht eher einem Acrylbild. Du siehst es hier in dem Beitrag. Ich habe gleich einmal alles falsch gemacht. Aus reiner Unwissenheit. Ich habe mich auch nicht großartig informiert, sondern einfach mal gemacht. Dazu kaufte ich mir diese Farbfässchen und dachte, jetzt kann ich gleich loslegen. Am Ende waren meine Farben alle und ich habe mich gewundert, warum ich so viel Farbe verbraucht habe, da ist Acryl aber viel ergiebiger. Kurz danach wußte ich, warum: Man sollte die Farben verdünnen.
Nun zum Thema Aquarell oder Watercolor im Englischen:
Die Farben sind eher transparent und sind für das schnelle Arbeiten deiner Ideen verwendbar. Natürlich kannst du auch ganz ausgefeilte Sachen damit malen.
Zum Beispiel bei Bäumen: Wenn du mit der gleichen Technik bei Acryl etwas arbeiten würdest, sieht es nur wie ein Haufen Acrylfarbe aus.
Aquarellmalen ist seit ein paar Jahren stark im Trend.
Materialkunde:
- Welche Farben sind die besten?
Es gibt viele gute Farben, wenn du aber nicht lange suchen möchtest, bist du mit Schmincke Akademie oder Horadam gut bedient.
Sie gibt es fast überall und sie sind damit leicht zu bekommen. Beide haben Künstlerqualität und sind hervorragend in der Qualität. Die Horadam sind dabei in den Bereich Premium einzuordnen und haben eine viel größere Farbauswahl. Ich würde sie mir für den Anfang immer wieder kaufen.
Die Firma A. Gallo Colors ist von der Qualität her genauso gut, nur etwas teurer. Ich habe auf meinem YouTube-Kanal ein Video dazu veröffentlicht.
Und dann darf hier auch nicht Daniel Smith fehlen. Die Farben sind der absolute Knaller, Oberpremium. Die kann ich zu 100% empfehlen. In meinem Vergleichsvideo siehst du einen deutlichen Unterschied. Du benötigst so wenig Piment zum Malen, daß es schon fast gespenstisch ist. Da entscheidet definitiv das Papier, wieviel Pigment du benötigst. Bei Daniel Smith gibt es auch einzelne Farben, die es von anderen Herstellern nicht gibt.
Gansai Tambi Farben von Kuretake sind auch bedenkenlos zu empfehlen, wobei sie nicht unbedingt die klassischen Aquarellfarben sind. Moment, nicht aufregen. Ja, sie werden wie Aquarellfarben verwendet, aber sie trocknen etwas glänzender als andere Aquarellfarben. Das liegt am Bindemittel, allerdings weiß nur Kuretake, welches das ist.
Und man kann sie viel besser undurchsichtiger verwenden.
Die Farben sind in Japan entwickelt worden und für das Reispapier gedacht. Insofern kannst du sie auch gut für andere Papiere verwenden, sofern das dein Papier mitmacht. Mit Aquarellpapier hast du da keine Probleme. Und die Farben fließen leicht vom Pinsel, allerdings bleiben sie beim Papier liegen und fließen nicht davon.
Deswegen kann man sie auch gut nass in trocken verwenden.
Und noch einen Vorteil: Die Farben sind in kleinen Schalen gegossen, du kannst sie leicht aus deiner Palette entnehmen. Wenn du also unterwegs bist, brauchst du nicht deine ganze Farbpalette mitnehmen, sondern nur einzelne Farben. Das ist bei Näpfen zwar auch möglich, allerdings fallen sie auch schneller herunter.
Wenn du also etwas mehr Geld übrig hast, kannst du dir noch die Gansai Tambi Farben kaufen. Egal wofür du dich entscheidest, lasse die Finger von den Billigprodukten und erst recht von dem Schuldeckkasten. Für meine Begriffe sind die Farben eine reine Körperverletzung.
Kaufe dir lieber die Primärfarben und mische dir den Rest an, damit kannst du dir locker Markenfarben leisten und mußt nicht verzweifeln.
Ich könnte noch mehr Farben aufzählen, dann würde das aber ein sehr langer Beitrag werden. Da ich gerne Farben teste und schon viele getestet habe, werde ich irgendwann einmal meine vorhandenen Marken miteinander vergleichen. Wie ich das genau gestalten möchte, weiß ich aktuell bisher nicht.
Die Farben lassen sich wieder vom Papier abnehmen, daß geht bei allen vier relativ leicht. Allerdings bekommst du die Farbe nicht mehr komplett vom Papier ab, ein Teil wird immer bleiben. Und sie lösen sich bei jeder neuen Lage Wasser wieder an.
Wenn du also ein Motiv in Grau gemalt hast, dir das zu dunkel ist, kannst du einen Teil wieder ablösen. Dazu nimmst du auch einen sauberen Pinsel mit etwas Wasser. Du nimmst damit die Farbe auf, wischt die an einem Tuch ab und wiederholst es nach Bedarf. Wenn du diese Fläche nun zum Beispiel gelb malen möchtest, wird das nicht funktionieren. Du kannst nur dunkler malen.
Tube oder Näpfchen?
Das läßt sich leicht beantworten. Meistens sind die kleineren Tuben genauso teuer, oder minimal teurer, wie ein Näpfchen. In der Tube ist allerdings mehr Farbe enthalten. Daher würde ich dir immer die Tuben empfehlen. Das Umfüllen ist kinderleicht und du läßt sie einfach an der Luft trocknen. Und bist so noch flexibler, wenn es um das Zusammenstellen deines Farbkastens geht.
Welches Papier empfehle ich?
Wo man allerdings nicht sparen sollte, ist das Papier. Wenn du günstiges Papier verwendest, wirst du keine Freude haben. Da würde ich immer auf Baumwollpapier, zum Beispiel Arches, zurückgreifen, oder wer es etwas günstiger möchte, ist mit den Papieren von Hahnemühle gut bedient. Und glaube mir, wenn dein Papier keine gute Qualität hat, wird dein Malprozess auch keinen Spaß machen.
Testweise kannst du auch den Vergleich selbst anstellen: Kaufe dir ein günstiges und ein Baumwollpapier und probiere das aus.
Ich weiß, daß Papier im Vergleich zu den Farben einiges mehr kostet, aber du wirst es beim Malen merken, daß es viel mehr Spaß macht. Ich habe vor kurzem das neue Ohuhu Papier mit Arches verglichen. Schau dir gerne mein Video dazu an.
Das Ohuhu hat zwar eine Oberfläche aus Baumwolle und ich wollte dem ganzen eine Chance geben. Es hat mich dann nicht überzeugt. Warum verrate ich dir in meinem Video und da erkennst du es bestimmt auch gleich.
Versiegeln, ja oder nein?
Falls du dein Werk aufhängen möchtest und damit es dem Sonnenlicht aussetzt, solltest du es unbedingt versiegeln. Aquarellfarben sind zwar teilweise UV‑beständig, aber ich würde das Risiko nicht eingehen. Dafür gibt es verschiedene Produkte. Spray und Wachsfirnis sind da eine gute Wahl. Von Haarspray würde ich abraten, daß vergilbt mit der Zeit und dann ist dein Werk definitiv ruiniert.
Welche Pinsel empfehle ich?
Zum Schluß noch etwas zu den Pinseln.
Ich verwende gerne verschiedene Pinsel, die ich bei Craftamo gekauft habe, daß sind Künstlerkollektionen, diese gibt es allerdings immer nur eine bestimmte Zeit.
Ansonsten kann ich dir DaVinci empfehlen. Sie haben verschiedene Pinsel im Angebot, von Hobby bis Künstler ist da alles dabei.
Echthaarpinsel müssen es heute nicht mehr sein, vor ein paar Jahren war das noch anders. Und kaufe entweder Aquarell- oder Acrylpinsel.
Aquarellpinsel sind dafür gemacht, möglichst viel Wasser aufzunehmen und dann malen zu können.
Acrylpinsel sollen das nicht können, denn Acrylfarbe wird nicht mit Wasser verdünnt. Auch wenn da stehen sollte: geeignet. Spätestens beim Malen wirst du merken, daß es nicht funktioniert.
Im nächsten Teil geht es dann um Acrylfarbe. Dieser Beitrag erscheint am 09.07.2026.
Und jetzt neu: Du findest mich auch bei Odysee. Hast du noch nie gehört? Kein Problem, es ist eine Videoplattform.
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